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Malta – Tempel: Älter als die Pyramiden?


Tarxien ist die bedeutendste und größte megalithische Anlage auf Malta. Die großen Steinblöcke von Tarxien wurden erst 1914 von Landwirten beim Pflügen entdeckt. Foto: Peter Hertel

Besonders berühmt wurde der Tempel von Tarxien durch seine skulpturierten Steine.

Foto: Peter Hertel

Die Inselgruppe von Malta liegt rund 100 Kilometer südwestlich von Sizilien.

Im Foto der Sponsor der Maltareise Prof. Dr. Herbert Bock (rechts)und der Autor Peter Hertel

in einer Aufnahme aus dem Jahr 2001.

Die Geschichte Maltas dagegen vor vielen Jahrtausenden. Die erste Besiedlung fand schon Anfang der Jungsteinzeit statt. Eine erste kulturelle Blütezeit, in der die Tempel entstanden, wird in die Zeit zwischen 3800 und 2500 vor Christus datiert. Anschließend blieb die Inselgruppe längere Zeit unbewohnt. In den vergangenen zweieinhalb Jahrtausenden gehörte die Insel vielen Herren. Nach den Punier, Römern und Arabern stand Malta unter dem Einfluss europäischer Adelshäuser.

Hinzu kommt, dass man auf Malta jegliche zeitliche Orientierung beim Bau der Tempel verlieren muss. Beginnen wir von der Gegenwart aus, die angegebenen Zahlen beziehen sich alle auf Daten vor Christus. Die Nekropole, also der Friedhof von Tarxien, wurde zwischen 2.500 und 1.500 angelegt. Die Tempel von Tarxien und Hagar Qim sind nochmals 1.000 Jahre älter. Das unterirdische Hypogäum von Hal-Saflieni ist vermutlich zwischen 3.300 und 3.000 entstanden. Die Tempel von Mnajdra und Ggantija stammen ebenfalls aus dieser Zeit. Sie sind damit älter als die Pyramiden bei Kairo. Schwer vorstellbar.

Die ältesten Funde auf Malta wurden in der Karsthöhle Ghar Dalam gefunden. Hier entdeckte man sogar Skelette von Zwergelefanten, die heute rund 7.000 Jahre alt sind.

Im Anhang finden Sie das Manuskript des 1990 zum ersten Mal von Peter Hertel gehaltenen Lichtbildervortrages: Malta – Ursprung der Megalithkultur.


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